Fehlendes Baucontrolling kostet Stadt 14 Millionen Euro

Das Fehlen eines funktionierenden Baucontrollings kostet die Stadt Wuppertal eine Menge Geld. So sind allein die Baumaßnahmen für die nachfolgenden acht Bauprojekte insgesamt 14 Millionen Euro teurer als ursprünglich veranschlagt.

Bauprojekt
Kosten: geplant aktuell veranschlagt

1. Engelshaus
ca. 10.000.000 € ca. 14.000.000 €

2. Carnaper Platz
677.000 Euro 1.170.000 Euro

3. Von der Heydt Platz
1.430.000 Euro 2.140.000 Euro

4. Abriss Bergische Sonne
500.000€ 1,6 – 1,8 Mio. €

5. Brücke Brändströmstraße
2.242.000 Euro 3.230.000 Euro

6. Infopavillon und Café Cosa
ca. 2.000.000 Euro 4.500.000 Euro

7. Schule Dieckerhoffstraße
6.300.000 Euro 7.800.000 Euro

8. Städtisches Altenheim „OLiPla“
8.500.000 Euro 11.000.000 Euro

Dazu Fraktionsvorsitzender Ralf Wegener: „Es ist unverständlich, dass die Stadtspitze selbst in der Ratssitzung nicht reagiert, wenn der Vorwurf des fehlenden Baucontrollings aufkommt.

Im Hinblick auf das Aktionsbündnis ‚Für die Würde unserer Städte‘ stellt sich für unsere Fraktion mittlerweile die Frage, wie groß der Anteil an der hohen Verschuldung der Kommune ist, der durch solch ein Fehlverhalten entsteht.“

Für die Fraktion der Freien Wähler ist die Einführung eines echten Baucontrollings ein wichtiger Schritt zu einem sorgfältigeren Umgang mit den Geldern der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger.

„Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) schafft es, bei fast allen Baumaßnahmen im oder sogar unter dem ursprünglich geplanten Kostenrahmen zu bleiben. Es ist zu einfach, immer nur mit Kostensteigerungen in der Bauwirtschaft zu argumentieren. Der LVR beweist, wie effektiv eine engmaschige Begleitung der Bauvorhaben sein kann“, betont Ralf Wegener.

Das Versäumnis der Stadtverwaltung, ein zeitgemäßes Baucontrolling einzurichten, kostet jedes Jahr etliche Millionen Euro.

Die Fraktion der Freien Wähler / WfW wird aus diesem Grund zu der Ratssitzung im September einen Antrag einbringen, der die Einrichtung einer solchen Koordinierungsstelle zum Thema machen wird.

Foto: Wikipedia Commons; Atamari [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

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