Steigen die Strompreise in Wuppertal weiter?

Die Fraktion Freie Wähler / WfW möchte von der Verwaltung wissen, wie hoch die Verluste aus dem Stromliefervertrag mit dem Kohlekraftwerk Wilhelmshaven insgesamt sind, um endlich genaue Zahlen zu dem wirtschaftlichen Misserfolg der Stadtwerke aus der Kohlestromerzeugung zu bekommen.
Zu diesem Zweck hat die Fraktion heute eine weitere Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt.

Laut Auskunft der Kämmerei haben die WSW in den Jahren 2016 bis 2018 durch den Stromliefervertrag einen Verlust von 34,3 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Freien Wähler / WfW möchten wissen, seit wann der Stromliefervertrag läuft und wie hoch die Gesamtverluste aus diesem Vertrag sind.

Im Nachgang zur Ratssitzung im Mai hatte Kämmerer Dr. Slawig erklärt, dass alle bisher durch den Stromliefervertrag aufgelaufenen Verluste durch zukünftige Mehrerträge kompensiert werden sollen. Schließlich sei durch die Abschaltung der Atomkraftwerke und Stilllegung von Kohlekraftwerken mit steigenden Strompreisen zu rechnen.

„Schon jetzt sind die Strompreise der Wuppertaler Stadtwerke im direkten Vergleich deutlich höher als bei anderen Stadtwerken. Dies wird durch die hohen Verluste, die das Kohlekraftwerk in der Vergangenheit und auch aktuell generiert, auch in Zukunft so bleiben“, befürchtet Ralf Wegener.

„Die Wuppertaler Stadtwerke sollten sich auf ihr angestammtes Geschäftsfeld als Versorger konzentrieren und die Stromerzeugung anderen überlassen. Die Millionenverluste, die allein durch das Kohlekraftwerk Wilhelmshaven entstanden sind, sprechen eine deutliche Sprache.“

Die Fraktion der Freien Wähler / WfW geht von einem bisher aufgelaufenen Minus im dreistelligen Millionenbereich aus. Diesen Verlust werden die Kundinnen und Kunden der WSW Energie und Wasser AG über ihre Stromrechnung ausgleichen müssen.

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