Suche nach neuem Dezernenten erweitern: Frühzeitig die Nachfolge der Kämmerei regeln!

Die Stadtverwaltung Wuppertal beginnt mit der Suche nach einem fünften Dezernenten, der die Nachfolge des freigestellten ehemaligen Bürgerbeteiligungs-Dezernenten Panagiotis Paschalis antreten soll. Nachdem in der Sitzung des Rates vom 25. Februar 2019 der Zuschnitt des neuen Dezernates und die Art der Suche festgelegt wurde, beginnt nun die Angebotseinholung für eine geeignete Personalberatungsagentur.

Die Fraktion der Freien Wähler / WfW möchte in dem Zusammenhang anregen, die beginnende Suche für die Klärung einer weiteren Personalie zu nutzen: die Frage nach der Nachfolge des Stadtkämmerers.

Der Fraktionsvorsitzende Ralf Wegener erklärt: „Die Verwaltungsspitze ist aktuell nicht gesetzeskonform besetzt, da kein Dezernent über die nötige Befähigung zum Richteramt oder dem höheren Verwaltungsdienst gemäß § 71 Abs. 3 GO NRW verfügt. Dieser Zustand wird von der Bezirksregierung aktuell toleriert. Die Suche nach einem neuen Dezernenten ist eben diesem Umstand geschuldet.“

Die Amtszeit des Kämmerers endet aufgrund der Regelaltersgrenze eigentlich im Februar 2021, wurde jedoch per Ratsbeschluss auf das Ende der Wahlperiode im Oktober 2022 verlängert.

Ralf Wegener: „Die Suche nach einem neuen Dezernenten eröffnet neue Möglichkeiten, die zum damaligen Zeitpunkt nicht absehbar waren. Was spricht dagegen, einen Kandidaten zu suchen, der sowohl die Befähigung zum Richteramt oder höherem Verwaltungsdienst hat als auch den Posten des Kämmerers besetzen könnte?“

Die Verwaltung geht aktuell davon aus, dass die Beauftragung der Agentur im Dezember 2019 auf der Tagesordnung des Rates stehen wird. Es ist daher absehbar, dass die Suche und die dann folgende Vorstellung und Beurteilung der Kandidaten bis zum Ablauf der jetzigen Wahlperiode im September oder Oktober 2020 andauern wird.

Der Zeitraum zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 wäre dann gut dazu geeignet, den neuen Dezernenten in die Abläufe in der Kämmerei einzuarbeiten.

Die Festlegung auf dann fünf Dezernate ist eine teure und eigentlich unnötige Aufblähung der Verwaltungsspitze. Der jetzige Zuschnitt mit vier Dezernenten scheint vom Pensum her leistbar zu sein, sonst hätte die Ausschreibung der Stelle bereits viel eher erfolgen müssen.

Es ist daher im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, dass kein unnötiges Dezernat geschaffen wird, nur um den Kämmerer bis 2022 zu beschäftigen und dann wiederum eine neue Suche zu starten, um die vakant werdende Stelle des Kämmerers zu besetzen.

Daher die klare Forderung: Erweiterung der Suchkriterien, denn nur so können Kosten reduziert werden!

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