Beschluss zum Regionalplan – FDP und SPD opfern Freiflächen den Wünschen der Bezirksregierung

In der Fortsetzung der Ratssitzung vom 23. September wurde die Flächenmeldung der Stadt Wuppertal an die Bezirksregierung Düsseldorf beraten.

Während die Fraktionen der Freien Wähler/WfW, der CDU und Bündnis90/Die Grünen in einem gemeinsamen Antrag die mangelnde Transparenz der Ratsvorlage kritisierten und endlich die der Stellungnahme der Stadt zugrunde liegenden Gutachten einsehen wollen haben die anderen Fraktionen sich mit ihrem Wunsch nach umfangreichen neuen Siedlungsbereichen im Wuppertaler Grüngürtel durchgesetzt.

Die Fraktion der Freien Wähler/WfW im Rat der Stadt Wuppertal bedauert, dass FDP und SPD sich mit ihrer Forderung nach mehr Flächenverbrauch durchsetzen konnten.

Die Freien Wähler bekräftigen ihre Forderung, die Entwicklungspotenziale für Wohnbebauung im innerstädtischen Bereich endlich umfassend zu bewerten und statt im Grünen lieber in den städtebaulich abgehängten Gebieten tätig zu werden.

Sicherlich ist es für Investoren attraktiver, sich im grünen Umfeld der Stadt niederzulassen. Hier muss aber eine Abwägung zwischen Flächenverbrauch und Nutzen für die Stadt abgewogen werden.

Mit der jetzt erfolgten Meldung werden Düsseldorf etliche Flächen als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) gemeldet, die völlig ungeeignet für eine Erschließung mit Ein- und Mehrfamilienhäusern sind.

Ralf Wegener, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler/WfW betont: „Die Freien Wähler in Wuppertal setzen sich konsequent für den Erhalt der Wuppertaler Grünflächen ein. So wie wir den Erhalt des Osterholzes fordern und jede Bebauung der Kleinen Höhe ablehnen, so sehen wir es nicht als unsere Aufgabe an, der Bezirksregierung ohne Not Siedlungsflächen im Grüngürtel zu melden. Unser Augenmerk gilt nur den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Wuppertal.“

Leider ist es mittlerweile traurige Gewohnheit, dass die den Ratsvorlagen zugrunde liegenden Gutachten selbst auf direkte Bitte des Rates nicht zugänglich gemacht werden, was eine Bewertung der Vorlagen schwierig bis unmöglich macht.

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