Völlig falsche Schwerpunkte – Wie Wuppertal mit einem Alleingang der Stadtverwaltung beim Pina-Bausch-Zentrum das Geld der Bürger verschwendet

Die Fraktion Freie Wähler/WfW durfte heute durch die Presseberichterstattung davon Kenntnis nehmen, dass die Stadtverwaltung in Person von Kämmerer Dr. Slawig das Pina-Bausch-Zentrum auch ohne feste Förderzusagen von Bund und Land bauen möchte.

Durch den geplanten Alleingang werde man ein Zentrum in „abgespeckter Form“ bauen. Die Verwaltung ist zuversichtlich, dass „mit Betriebskosten von sieben Millionen Euro (pro Jahr) ein ansprechendes Konzept“ realisierbar ist.
Während regelmäßig schon bei Kleinstbeträgen das Mantra des Kämmerers ist, dass die Stadt Wuppertal im Haushalt keine Spielräume mehr hat scheint auf wundersame Art und Weise die Finanzierung des Pina-Bausch-Zentrums überhaupt keine Schwierigkeiten zu machen.

Selbst die bisher als unabdingbar bezeichnete Unterstützung von Bund und Land ist nicht mehr nötig, für Leuchtturmprojekte findet sich immer ein Weg.

Während also für Tagesmütter, Schultoiletten, Straßensanierung und so viele andere Bereiche kein Cent übrig ist, sind sieben Millionen Euro, wohlgemerkt pro Jahr, für ein Pina-Bausch-Zentrum kein nennenswertes Hindernis.

Der Fraktionsvorsitzende Ralf Wegener: „Wir sind empört! Während Pflichtaufgaben der Stadt Wuppertal wie Anspruch auf KiTa-Plätze oder gesetzeskonforme Kinderbetreuungszeiten nicht erfüllt werden, während Straßen und Brücken vernachlässigt und gesperrt werden, schlägt der Kämmerer nun ernsthaft vor, dass jedes Jahr 7 Millionen Euro aus dem Wuppertaler Haushalt für den Betrieb eines Pina-Bausch-Zentrum ausgegeben werden sollen.“

Zusätzlich belaufen sich die Baukosten aktuell auf etwa 70 Millionen Euro, wovon die Stadt Wuppertal wohl 35 Millionen Euro selbst aufbringen müsste.

„Wen wundert es, dass Wuppertal so hoch verschuldet ist, wenn immer wieder hohe Millionenbeträge für Luxusprojekte wie das Pina-Bausch-Zentrum verpulvert werden? Es wird Zeit für einen sparsamen Umgang mit dem Geld der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger!“

Zum Vergleich: Im Jahr 2019 sind für die Erhaltung von Straßen und Wegen 5,7 Millionen Euro eingeplant.

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