Freie Wähler möchten Senioren Taxifahrten zum Impfzentrum ermöglichen

Ab dem 8. Februar nimmt das Wuppertaler Impfzentrum seine Arbeit auf und ältere Menschen können endlich gegen das CoVid19-Virus geimpft werden. Da sich jedoch die Stadtverwaltung dazu entschieden hat, das Impfzentrum möglichst zentrumsfern aufzubauen stehen viele vor der Frage, wie sie besonders ohne eigenes Fahrzeug zum Impftermin kommen sollen.
Da die Wuppertaler Stadtwerke eine Ausweitung des ÖPNV zum Impfzentrum in der Woche nicht anbieten möchten und älteren Menschen mit Gehbehinderung der Weg zum Campus Freudenberg ohne eigenes Auto kaum möglich ist, braucht Wuppertal eine weitere Beförderungsmöglichkeit, um die Bevölkerungsgruppe mit dem höchsten Risiko eine Impfung zu ermöglichen. Etliche Städte und ganze Bundesländer haben daher Angebote der Taxizentralen angenommen, diese Fahrten zu übernehmen.

Ralf Wegener, Vorsitzender der Freien Wähler im Rat der Stadt Wuppertal:„Die von der Stadt Wuppertal erteilte Absage mit der Begründung, die Taxifahrer seien „nicht genug geschult“, ist eine mehr als billige Ausrede. Jeden Tag fahren Taxis ältere Menschen zum Arzt, ins Krankenhaus oder zur Physiotherapie. Aber zum Impfen fahren soll nicht gehen wegen unzureichender Schulung?“

Es ist schlimm genug, dass das Land NRW wieder einmal eine landesweite Regelung zu dieser Frage verschlafen hat. Die Kostenübernahme hätte schon längst geklärt werden können.

„Leider wehrt sich die Stadt Wuppertal mit allen Mitteln, wenn es darum geht, dass die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt gut durch die Pandemie kommen. Was bei den Querelen um die Aussetzung der KiTa-Gebühren begonnen hat geht nun weiter bei der Frage, ob man gehbehinderten Senioren die Wahrnehmung eines Impftermins ermöglichen möchte.“
Die Freien Wähler werden aus diesem Grund einen Antrag zur nächsten Ratssitzung stellen, die Fahrten zum Impfzentrum zu ermöglichen.

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